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Longieren – Hundetraining mal anders

Longieren ist eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit sowohl zum Aufbau der Bindung, als auch zur geistigen und körperlichen Auslastung des Hundes.
Durch Longieren unseres Hundes schaffen wir Vertrauen, lernen unseren Vierbeiner kennen und geben ihm das Gefühl der Bindung zwischen Mensch und Hund. Zudem ist es artgerecht und kommt den natürlichen Bewegungsabläufen unseres Hundes zugute. Longieren lastet aus und Hüten oder Jagen, das manchmal rassespezifisch bedingt ist, kann viel kontrollierter ausgelebt werden.
Und noch etwas ist positiv hervorzuheben: Selbst eingeschränkte oder körperbehinderte Menschen können ihren Hund mit Longierarbeit trainieren. Zwischen Hund und Halter baut sich eine mentale Bindung auf. Die Kommunikation im Team entwickelt sich positiv, denn der Hund orientiert sich an der Körperhaltung seines Menschen.

Benötigte Utensilien:

Wichtig beim Longieren ist das richtige Hilfsmaterial, auch Triebhilfe genannt. Einige Hunde reagieren auf einen Futterdummy, andere finden ihr Lieblingsspiezeug sehr interessant.
Desweiteren braucht man Metallhaken, ähnlich den „Heringen“ für das befestigen eines Zeltes,ein Absperrband und eine Longe. Das kann zum Beispiel eine lange Schleppleine , bestehend aus Leder, Neopren oder einem unempfindlichen Material wie Biothane sein. Wichtig ist die Länge von mindestens 5 Metern.

Vorbereitung:

Man beginnt nun mit Haken und Absperrband einen Kreis zu bilden, den sogenannten Longierkreis.
In der Mitte des Kreises wird ein Haken in den Boden gesetzt (bitte auf die Stabilität achten). Man befestigt nun die Longierleine an der Hakenschlinge. Mit der Longierleine bewegt man sich jetzt immer im gleichen Abstand um den Metallhaken herum. Dabei platziert man nun immer wieder einen weiteren Haken, bis schließlich ein Kreis entsteht. Das Absperrband wird nun stramm um die einzelnen Haken gewickelt und es entsteht der Longierzirkel.

Ausführung:

In dem abgesteckten Kreis beginnt nun das Longiertraining.
Der Hundeführer bewegt sich im Inneren des Kreises, während der Hund, gerade zu Beginn des Longierens, an einer Leine außerhalb der Kreisabsperrung geführt wird. Im Verlauf des Trainings soll der Hund lernen, sich nur außerhalb des Kreises zu bewegen und auf die Signale zu achten. Der Hundehalter gibt in erster Linie nur körperliche Hilfestellung, z.B Handzeichen.
Agiert der Hund richtig, wird sein Verhalten positiv verstärkt. In Erwartung der Bestätigung wird der Hund beginnen, den Hundeführer genau zu beobachten. Er muss herausfinden, welches Verhalten für die Bestätigung nötig ist. Locken durch den Halter darf nicht erfolgen. Mit fortschreitendem Training werden Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ mit eingebaut, die Leine wird weggelassen, oder der sichtbare Kreis wird abgebaut. Ziel ist vor allem die angemessene Reaktion und das Erlernen und Befolgen von Signalen des Menschen auf Distanz.

Eine Hilfestellung durch einen erfahrenen Hundetrainer, oder per Videomaterial ist für das richtige Longieren wichtig.

In jedem Fall ist diese Beschäftigung für Hund und Halter eine tolle Abwechslung und eine geistige und körperliche Beschäftigung, die das Hund-Mensch Team fördert.

 

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