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Der Futterdummy - mit Genuss zum Erfolg


Nicht nur Kinder lernen über Spiel und Spaß, auch für unsere Vierbeiner gilt diese Methode. Je toller sie eine Beschäftigung finden, umso interessierter sind sie. Apportieren bedeutet für unsere Hunde gezieltes Jagen und Nasenarbeit, ein Bedürfnis, welches nicht erlernt werden muss, sondern ihnen bereits von der Natur mitgegeben wurde.

Diese artgerechte Beschäftigung spricht die natürlichen Instinkte des Hundes an und hilft in der Hundeerziehung, denn der Halter kontrolliert den Jagdimpuls des Hundes. Der Vierbeiner muss lernen, erst auf Befehl mit dem Jagen zu beginnen und die Beute mit dem Menschen zu teilen, um seine Belohnung zu erhalten.

Die meisten Hunde entwickeln für das Apportieren ihres Futterdummies eine solche Begeisterung, dass man den Futterbeutel zur Belohnung im Training für alles einsetzen kann: Macht der Hund seine Aufgabe gut, darf er den Futterbeutel holen.

Damit wir nun das Potential des Futterdummys nutzen können, müssen wir ein paar Dinge beachten.

1. Zunächst einmal sollte der Vierbeiner die Grundübung „Sitz“ oder "Platz" beherrschen. Danach müssen wir die Übung steigern und das „Bleiben“ erlernen. Diese beiden Übungen sind im späteren Training sehr hilfreich.

2. Damit er das Spiel versteht lassen wir unseren Hund erst einmal aus dem Futterbeutel fressen. Dabei halten wir den Beutel in der Hand. Im nächsten Schritt legen wir ihm den verschlossenen Beutel vor die Pfoten und fordern ihn auf, uns diesen in die Hand zu geben. Sofort öffnen wir den Beutel und geben dem Hund Futter daraus.

3. Hat unser Hund das verstanden, werfen wir den Beutel ein kleines Stück und lassen uns den Futterdummy bringe. Nach und nach lernt der Fellträger jetzt: Immer, wenn ich das Dummy zurück bringe, bekomme ich dafür eine Belohnung. Später soll der Hund sitzenbleiben und warten, bis wir ihn auffordern, den Dummy zu holen. Wenn wir die ersten beiden Schritte richtig geübt haben, wird uns der Hund jetzt den nach Aufforderung Beutel bringen und in die Hand legen, so dass wir ihn öffnen können. Und natürlich bekommt der Vierbeiner immer eine Belohnung aus dem Beutel wenn er ihn uns wieder gebracht hat.

4. Wenn das in der Wohnung gut klappt, gehen wir nach draußen und werfen dort den Futterbeutel. Hier empfiehlt es sich am Anfang, entweder den Hund oder den Futterbeutel über eine Schleppleine zu sichern, denn viele Hunde versuchen gerne mal, mit dem Beutel abzuhauen.

Hund mit Dummy
Foto: Flickr Maja Dumat

Ist dieses Verhalten gefestigt, steht dem Apportieren nichts mehr im Weg. Das Dummy kann in der Wohnung oder bei Spaziergängen versteckt werden, man kann es werfen und vom Hund holen lassen oder als Belohnung einsetzen. Wichtig ist nur: Der Hund bekommt immer seine Belohnung, wenn er den Beutel bei uns abgibt. Wer möchte, kann das Futterdummy schließlich gegen ein Normaldummy austauschen, selbst das Apportieren eines Wasserdummys ist möglich, sofern der Hund nicht wasserscheu ist.

Welcher Futterdummy eignet sich?
Vor der Anschaffung des Futterbeutels sollte man sich Gedanken machen, mit was er befüllt werden soll. Es eignet sich hierfür sowohl das tägliche Hundefutter als auch Trockenfleisch, Nassfutter oder kleine Leckerlies. Bei der Auswahl des Dummys spielt außerdem die Größe eine Rolle. Die hochwertige Verarbeitung ist wichtig, damit der Beutel langfristig genutzt werden kann. Gerade wenn im Training Nassfutter verfüttert werden soll muss das Dummy waschbar bzw. abwaschbar sein, sonst ist es schnell unbrauchbar.

Futterbelohnung ist auch Futter
Besonders die Futtermenge ist ein wichtiger Punkt. Belohnungen müssen in die Tagesration einberechnet werden, sonst hat der Vierbeiner schnell ein paar Pfunde mehr auf den Rippen. Zu Beginn des Trainings verbrauchen wir eventuell ein wenig mehr für die Belohnung. Häufig lohnt es sich, einen Teil der täglichen Futterportion abzuwiegen und für das Dummy-Training zu verwenden. Man kann auch die gesamte Futterration über den Futterbeutel geben, den Hunden macht es auf jeden Fall Spaß, sich ihr Futter selbst zu erarbeiten.

Vielleicht ist diese sinnvolle Beschäftigung genau das Richtige für Dich und Deinen Vierbeiner?

Dann viel Spaß beim Training!

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