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Alle Jahre wieder – Der Silvesterschreck

Alle Jahre wieder kommt nach Weihnachten Silvester.
Was für die Einen ein Fest zum Feiern ist, entwickelt sich für Andere zur „Schreckensnacht“ des Jahres! Raketen und Böller lassen den geliebten Vierbeiner zum absoluten Nervenbündel werden und auch der Halter ist alles andere als entspannt.

Silvester entstand ursprünglich aus dem Grundglauben der Menschheit mit Lärm und Licht böse Mächten oder Kreaturen abzuwehren. Dabei galt: Je lauter und heller, umso mehr Abschreckung für die Geister.
Doch leider versetzt dieses Ritual wohl eher nicht die bösen Geister, sondern viel mehr die Tiere in Angst und Schrecken.

Grundsätzlich ist Angst ein Warnsignal, das immer dann auftritt, wenn der Körper glaubt in Gefahr zu sein. Dieses Gefühl ist nicht nur angeboren, sondern sichert in bedrohlichen Situationen das Überleben.
Steigert sich diese Angst unentwegt, entsteht eine Panik deren Symptome bis zur Handlungsunfähig des Betroffenen führen können. Wie ängstlich ein Hund ist, hängt jedoch zusätzlich von weiteren Faktoren ab.

So haben z.B. Welpen, die in der Prägephase mit Geräuschen z.B. von Hausgeräten konfrontiert wurden, eine höhere Toleranzgrenze bevor sie auf Geräusche reagieren.

Ist ein Angstverhalten ersteinmal entstanden, nimmt es im Laufe der Zeit eher zu.
War es anfangs nur das Grollen, oder der Donner bei Gewitter, ruft bei besonders sensiblen Tieren, bereits starker Regen eine gesteigerte Angst hervor.

In solchen Situation ist das Verhalten des Halters von entscheidender Bedeutung für den Hund. Grundsätzlich reicht die Anwesenheit des Halters. Falsch wäre es jetzt den Hund trösten zu wollen, denn ähnlich wie sich unsere Stimme ändert, wenn wir unseren Hund loben, ähnelt die „Lob“-Stimme unserer „Tröst“-Stimme. So versteht der Hund das Trösten als Loben, und lernt: „Ich werde gelobt, mein Verhalten ist richtig.“

Wie reagiert der Hund bei Angst?

Um unserem Vierbeiner gezielt helfen zu können, müssen wir erst einmal heraus finden ob er Angst hat und wie sich die Symptome zeigen. Bekannte Anzeichen einer gesteigerten Angst sind eine eingeklemmte Rute, eine geduckte Körperhaltung, Bellen, Jaulen oder Schreien und angelegte Ohren, verbunden mit einem sehr unruhigen Blick. Doch auch gesteigerte Darm- und Blasentätigkeit, vermehrtes Pfotenlecken, bis hin zum Fellbeißen, können Anzeichen für Ängste sein.

Was kann man tun?

Gegenkonditionieren oder Desensibilisieren sind zwei Möglichkeiten.

Diese beiden Möglichkeiten erfordern ein gezieltes Training. Beispielsweise mit Hilfe von Geräuschen werden die Hunde systematisch daran gewöhnt, das keine Gefahr von dem gehörten ausgeht. Diese Einheiten erfordern absolutes Timing und richten sich immer nach der Toleranzgrenze des jeweiligen Hundes. Ein erfahrener Hundetrainer ist bei diesen Methoden ein hilfreicher Partner.

Weitere Tipps

Wichtig ist, dass der Halter nicht auf die Geräusche achtet bzw. reagiert. Zieht z.B. ein Gewitter auf, oder ist bereits in vollem Gange, verändert dies rein gar nichts an unserer Aktivität. Für uns selbst ist es das natürlichste der Welt und das sollte man auch seinem Vierbeiner vermitteln.

Zu Silvester darf und sollte ein ängstlicher Hund nicht alleine sein. Man kann den Fernseher oder das Radio ein wenig lauter stellen, die Fenster sollten geschlossen sein und auch ein Sichtschutz sollte vorhanden sein.
Wir reagieren ganz normal, bleiben völlig gelassen und trösten unseren Hund nicht übermäßig. Vielleicht hilft eine kleine Spieleinheit, denn Spielzeug oder Kauartikel beschäftigen den Vierbeiner und lenken ihn so auf spielerische Weise ab.
Außerdem sollte eine verlässliche Rückzugsquelle antrainiert werden. Idealerweise eignet sich hierzu eine Transportbox, oder auch eine Hundedecke, in die sich der Vierbeiner jederzeit zurück ziehen kann und dort seine Ruhe hat.

Medikamente und Co.

Manchmal ist die Angst so groß, dass ein Medikament eingesetzt werden sollte, wobei dies nur in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt durchgeführt werden darf. Jedoch ist die Gabe von starken Beruhigungsmittel keine dauerhafte Lösung und sollte nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.
Eine Alternative können Bachblütentherapie oder Homöopathie sein.
Immer mehr Hundehalter setzen in Angstsituationen das „Karma Wrap Anti-Stress Shirt“ ein, welches ein eng anliegendes Shirt ist, und so ein Wohlgefühl bei Hunden auslöst.

Um aber gar nicht erst auf Medikamente & Co. zurückgreifen zu müssen lohnt es sich auf jeden Fall schon im Welpenalter das Verhalten des Hundes bei Geräuschen zu trainieren.

Wir wünschen allen Vierbeinern einen angstfreien und ruhigen Jahreswechsel und empfehlen allen Haltern, sich schon heute mit diesem Thema zu beschäftigen.