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Allergien beim Hund

„Schaaaatz? Oskar erbricht gerade! Hast Du ihm ein anderes Futter gegeben?“ „Nein wieso sollte ich, das hat er doch immer gut vertragen?“ „Ja Oskar, was hast Du denn? Ist dir nicht gut? Ich glaube wir fahren mal zum Tierarzt, der kann auch gleich mal in Deine Ohren schauen und die Pfoten leckst du dir ja auch immer.“
Nach Oskars Tierarztbesuch besteht der Verdacht auf eine Allergie.
Gestern noch hat mein Hund sein Futter vertragen, heute reagiert er plötzlich darauf? So wie Oskar geht es ganz vielen von uns und plötzlich zählt man sich zum Kreis der Halter mit allergischem Hund.
Allergien sind bei uns Menschen schon sehr lange bekannt, doch immer häufiger hört man auch von Allergien bei Hunden.
Wieso entsteht so eine Allergie überhaupt, woher kommt sie und wie behandelt man sie? Wir sind diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Die Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Stoffe ist unseren Hunden meistens bereits angeboren. Das heißt aber nicht, daß mein Hund zwangsläufig auch eine Allergie entwickelt. Oft dauert es eine ganze Weile, bis eine Allergie, wenn überhaupt, ausbricht. Doch plötzlich hat mein Hund Durchfall oder juckt und leckt sich die Haut. Warum ein Hund eine Allergie entwickelt ist noch nicht eindeutig geklärt. Dennoch ist auffallend, dass gewisse Rassehunde besonders zu Allergien neigen. Deshalb wird darüber diskutiert, ob überempfindliches Erbgut bei einem der Zuchtpartner vorliegt und ob man eine Weitergabe verhindern kann.

Grundsätzlich kann man allergische Reaktionen in drei Gruppen einteilen.
Die bekannteste ist die Futtermittelallergie:
Futterinhaltsstoffe wie das Fleisch, Getreide oder Milchprodukte lösen beim Hund Durchfall aus oder führen zu juckenden Hautproblemen mit anschließenden Hautentzündungen. Der Hauptauslöser bei Fleisch ist das Rindfleisch, aber auch Allergien gegen Hühnerfleisch oder andere Tierfleischsorten sind bekannt

Ihr folgt die atopische Dermatitis oder auch Umweltallergie genannt:
Wie wir Menschen, können auch unsere Hunde auf Staub, Pollen, Hausstaubmilben oder ähnliche Allergene reagieren.

Und schließlich gibt es noch die allergische Reaktion auf Speichel, wie beispielsweise einen Mücken- , Zecken- , oder Flohbiss. Sie zählt zu den häufigsten Allergien beim Hund, hierbei reagiert der Vierbeiner mit juckenden, oft auch anschwellenden Bissverletzungen. Der eine oder andere kennt diese Reaktion auf Mückenstiche von sich selber.

Symptome und deren Behandlungen
Beißen und Kratzen bis hin zum Wundlecken immer gleicher Körperstellen, deutet häufig auf eine allergische Reaktion hin. Fleischallergien machen sich durch Durchfall, aber auch häufige Entzündungen der Ohren bemerkbar. Habe ich den Verdacht auf eine Allergie bei meinem Hund, so kann der Tierarzt entweder mittels einer Blutentnahme oder wie bei uns Menschen auch, mit einem Hauttest für Klarheit sorgen.

Die Futtermittelallergie wird mit sogenannten Ausschlussdiäten (Eliminationsdiäten) bestätigt. Eine Eliminationsdiät bedeutet zunächst das Verfüttern von Fleischsorten, die in der Regel keine Allergien auslösen wie beispielsweise Pferd, Rentier oder Strauss, gekoppelt mit einem Kohlenhydrat, am liebsten der Kartoffel. Bessert sich das Beschwerdebild meines Hundes, kann man von einer Futtermittelallergie ausgehen. Im Anschluss könnte der Tierarzt eine Provokationsdiät durchführen, bei der erneut allergenlastiges Fleisch verfüttert wird.

Allergien sind leider nicht heilbar sondern können durch Vermeidung des Allergens oder durch Medikamente behandelt werden. Im Fall einer Futtermittelallergie, kann das Futter umgestellt oder gemieden werden. Im Fall einer Speichelallergie kann mittels Spot-On-Produkten der Parasitenbiss vermieden werden. Die Umweltallergie kann, wie beim Menschen auch, mit einer Hypersensibilisierung behandelt werden. Die Hypersensibilisierung verhindert die Überreaktion des Immunsystems auf ein oder mehrere Allergene und die damit verbundenen Symptome. Wie sinnvoll diese Behandlungsmethode für meinen Hund ist, wird der Tierarzt entscheiden.

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