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So trainiere ich das Alleinebleiben

Ein Hund wird in der Natur nur dann verlassen wenn er zu krank oder zu schwach ist. Muss unser Vierbeiner alleine bleiben, so löst das in ihm eine Urangst aus und er glaubt, wir hätten uns von ihm abgewendet und ihn alleine zurück gelassen. Um für unseren Hund diese Ängste so gering wie möglich zu halten, müssen wir darauf achten ihn nicht zu lange alleine zu lassen.
Würden wir den Hund fragen, so möchte er am liebsten 24 Stunden am Tag und an jedem Ort bei uns sein. Doch leider gibt es Situationen, da darf der Fellträger uns nicht begleiten. Das fängt häufig schon beim Einkauf an und auch bei Arztterminen ist der Hund sicher nicht erlaubt. Es ist also wichtig, das wir frühzeitig an der Erziehung arbeiten und unserem Hund das Alleinbleiben antrainieren.

Warten lässt sich trainieren

Das Warten und Alleinbleiben zu lernen ist zum einen keine leichte Aufgabe und zum anderen braucht man ein wenig Geduld. Am einfachsten lässt sich ein Welpe trainieren, da wir hier von klein auf damit beginnen können und er es später nicht anders gewohnt sein wird. Doch egal ob Welpe (hier gibt es die passende Welpenausstattung) oder älterer Hund, grundsätzlich sollte man Schritt für Schritt vorgehen. Zu Beginn verlässt man zum Beispiel kommentarlos den Raum und schließt die Türe. Ist der Hund ruhig, kann man bereits nach kurzer Zeit das Zimmer erneut betreten. Jetzt bekommt der Hund eine Belohnung, entweder ein Leckerchen, oder sein Lieblingsspielzeug. Dabei lobt und streichelt man ihn und sagt ihm wie toll das war. Anfänglich reicht ein Zeitraum von unter einer Minute.
Stufenweise kann man jetzt die Dauer der Abwesenheit erhöhen. Wichtig ist die richtige Verknüpfung. Wann immer wir den Raum verlassen, wenn wir zurück kommen hat sich das Warten für unseren Hund gelohnt. Anfangs noch mit einem Leckerchen, später mit Worten und einem Streicheln. Ein weiterer Schritt ist das verlassen der Wohnung. Die Vorgehensweise bleibt gleich. Wir haben unser Ziel erreicht, wenn unser Hund ruhig ohne Bellen oder gar Zerstören von Mobiliar auf uns wartet.
Die Freude bei unserer Rückkehr darf im Übrigen auch von uns geteilt werden. Es ist ein besonderer Moment den der Hund sich herbei sehnt und den wir ebenfalls genießen dürfen, jedoch muss sich die Begeisterung in Grenzen halten. Halter von großen Hunden wissen auch warum. Wer einmal voll bepackt nach Hause kam und von einer großen Hunderasse vor Begeisterung umgerannt wurde, der wird sich spätestens nach dem Einsammeln des Einkaufes Gedanken über die Begrüßung machen.

Aller Anfang ist schwer

Was sich so leicht liest ist häufig hartes Training. Gerade ein Welpe kann zu Beginn des Trainings mit Bellen, Winseln oder gar Jaulen reagieren. Jetzt heißt es stark bleiben. Idealerweise warten wir ab, bis er sich beruhigt hat und betreten dann erst das Zimmer. Würden wir dem Weinen nachgeben, lernt der Hund das wir zurück kommen wenn er weint. Er verknüpft für die Zukunft: Je lauter und länger ich weine, umso eher kommt mein Halter zurück.

Auch bei älteren Hunden verfährt man nach der gleichen Taktik. Diszipliniertes Verhalten erfordert Geduld und Durchhaltevermögen. Deshalb müssen diese Trainingseinheiten immer wieder trainiert werden. Auch der Nachbar kann befragt werden um zu wissen, ob sich der Hund während unserer Abwesenheit ruhig verhalten hat. In schwierigen Fällen hat sich auch eine Aufnahme mit einer Videokamera bewährt um zu sehen was unser Vierbeiner anstellt.
Bevor wir mit dem Training beginnen lohnt sich ein Spaziergang oder ein Spiel. Der Hund wird dadurch müde und hält den Zustand des Alleinbleibens ein wenig besser aus, als wenn er gerade von einem Nickerchen erwacht und aktiv ist.

Ein paar Worte zum Schluss

Grundsätzlich sollte kein Hund über mehrere Stunden tagtäglich alleine bleiben müssen. Ein Hundesitter hat sich häufig bewährt. Manche Menschen können sich vielleicht gar keinen Hund halten und sind froh über ein paar Stunden Gesellschaft. Dennoch wird es immer wieder Situationen geben, in denen das Alleinbleiben einfach sein muss. Wie stolz sind wir dann, wenn wir nach Hause kommen und unser Hund hat sich ruhig verhalten und brav auf uns gewartet. Eine Belohnung hat er sich dann wirklich verdient.

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