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Rohes Fleisch oder vegetarisches Hundefutter?

Comic Hund wird gefüttert

Hunde werden oft zur Gruppe der Fleischfresser gezählt. Aus diesem Grund füttern manche Hundehalter ihre Schützlinge fast ausschließlich mit frischem, rohen Fleisch.

Andererseits sind Hundehalter besonders tierlieb, sie lehnen das Töten von Tieren und ganz besonders die Massentierhaltung ab und füttern ihre Hunde vegetarisch oder gar vegan.

Selbstverständlich ist das Thema Hundeernährung auch für unser Team bei hundeshop.de präsent. Für uns steht die Gesundheit des Hundes an erster Stelle. Wir setzen uns intensiv mit der Ernährung der Hunde auseinander, eine gute und kompetente Beratung unserer Kunden ist uns wichtig.

Wie ernähre ich meinen Hund artgerecht?

Unter Hundehaltern wird das Thema Ernährung so emotional und hitzig diskutiert wie sonst kaum ein anderes Thema. Schließlich geht es hier um die Gesundheit unserer Schützlinge, für die wir verantwortlich sind. Biologisch gesehen ist der Hund, ebenso wie sein Vorfahre, der Wolf, kein Fleischfresser wie etwa eine Katze. Hunde sind auf Fleisch spezialisierte Allesfresser.

Fleischfresser haben schneidende Backenzähne, Allesfresser wie unsere Hunde haben Backenzähne, die zum mahlen pflanzlicher Nahrung geeignet sind. Nur 1 Paar Backenzähne ist beim Hund zum schneiden geeignet: Die Reißzähne. Die kräftigen Fangzähne vorne weisen ihn als Beutegreifer aus.

Auch das Verdauungssystem ordnet den Hund ziemlich sicher als einen auf Fleisch spezialisierten Allesfresser ein. Unter anderem ist der Darm unserer Hunde länger als der eines reinen Fleischfressers, jedoch deutlich kürzer als bei reinen Pflanzenfressern.

Was spricht für Rohfütterung?

Eigentlich nur ein, aber sehr wichtiges Argument: Schon ab 40°C werden einige Vitamine und Enzyme zerstört, diese müssen anschließend wieder hinzugefügt werden, etwa in Form von frischen Kräutern und Beeren. Fertigfutter, die zum Haltbarmachen erhitzt werden müssen (auch kaltgepresste!) werden entsprechend mit künstlichen Vitaminen und anderen Komponenten ergänzt (Ernährungsphysiologische Zusätze).

Aber was ist nun mit Fleisch?

Hunde benötigen für eine ausgewogene und gesunderhaltende Ernährung einen gewissen Anteil an pflanzlicher Nahrung, da es essentielle Nährstoffe gibt, die im Fleisch nicht enthalten sind. Für einen gesunden Hund sollte der Anteil etwa 1/2 bis 2/3 Fleisch und Innereien sowie entsprechend 1/2 bis 1/3 Anteil an Obst, Gemüse und Kräuter betragen.

Einem gesunden Hund genügt es in der Regel, wenn die Hälfte der täglichen Ration aus Fleisch sowie Innereien, Knochen und Knorpel besteht. Ob roh oder gekocht, selbst zubereitet oder Fertigfutter macht wenig Unterschied, wenn man oben genannten Verlust an Vitaminen und anderen Nährstoffen beim Erhitzen beachtet.

Hunde, die sehr aktiv sind, beispielsweise Diensthunde, Hütehunde an der Herde oder Leistungs-Sporthunde benötigen mehr Proteine. Hier kann man den Fleischanteil erhöhen oder mehr proteinhaltige pflanzliche Inhalte wählen.

Welpen, Junghunde,Senioren und kranke Hunde benötigen eine andere Fütterung als ein gesunder erwachsener Hund. Hier sollte man auf gar keinen Fall nach eigenem Ermessen mischen und füttern, sondern den Rat eines Spezialisten einholen. Idealer Weise wird die Fütterung individuell auf den eigenen Hund zugeschnitten.

Das bedeutet aber auf gar keinen Fall, dass man seinen Hund in Gefahr bringt, wenn man auf gutes Fertigfutter zurückgreift, wie es mitunter in den Foren im Internet dargestellt wird.

Eine Mangelernährung ist durch industrielles Hundefutter nahezu ausgeschlossen, eine Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen ist eher möglich, besonders, wenn zum Fertigfutter noch zugefüttert wird.

Grundsätzlich gilt: Besser ein qualitativ hochwertiges Fertigfutter als eine schlechte, selbst zusammengestellte Ernährung, die möglicherweise zu Mangelernährung führt und dem Hund schadet.

Kann man einen Hund vegetarisch oder gar vegan ernähren?

Ja, kann man, wenn man darauf achtet, dass der Hund alles bekommt, was er braucht um gesund zu bleiben. Absolut notwendig ist hier, dass man über das nötige Fachwissen verfügt und nicht nur gelesen hat, was andere Hundebesitzer bei Facebook und Co. schreiben. Ein Hunde-Ernährungsberater, idealer Weise nicht an einen Futtermittelhersteller gebunden, sollte hier zurate gezogen werden.

Alternativen und Zwischenformen

Wer auf das Fleisch von Schlachttieren verzichten möchte, dem bietet sich mit aus Insekten hergestelltem Hundefutter eine Alternative. Hier ist darauf zu achten, ob der Anteil an Proteinen für eine dauerhafte Ernährung des Hundes ausreicht.

Der Zusatz von tierischen Erzeugnissen wie Eierschalenpulver oder Milchprodukten wie Quark, Joghurt oder Hüttenkäse ist bei vegetarischer Ernährung empfehlenswert.

Schwieriger ist die vegane Ernährung des Hundes, hier sollte man unbedingt einen Tierarzt oder Hunde-Ernährungsberater zu Rate ziehen, um Mangelernährung zu vermeiden.

Was ist gutes Fertigfutter für Hunde?

Unsere Futtermittelanbieter werden von uns sorgfältig nach strengen Kriterien ausgewählt: Das Futter muss alles enthalten, damit der Hund artgerecht und gesund ernährt wird, es muss in Deutschland produziert werden und die Zutaten sollten Lebensmittelqualität haben.

Alle Zutaten und Zusätze sind deutlich deklariert, so dass jeder sofort sehen kann, was drin ist im Hundefutter und in welchen Anteilen. Gerne können Sie uns auch anrufen oder uns eine Email schicken, wenn Sie Fragen zu unseren Hundefuttersorten haben.

Neben Fertigfutter als Trocken- und Nassfutter bieten wir auch die Produkte von Lunderland an, die zum selbst mischen oder als Ergänzung zu Barf sehr beliebt sind.

Auch das BALF-Hundefutter ist eine gute Alternative. Alle Komponenten sind schonend getrocknet  und werden einfach mit Wasser aufgegossen zu einem gesunden Komplettfutter. Dieses Futter wird auch gerne von Barf-Fütterern für die Urlaubsreise als platzsparende und haltbare Alternative genommen.

Hund mit Wolters Futternapf

Unser Fazit

Jeder Hund ist einzigartig und stellt besondere Anforderung an seine Ernährung. Wichtig ist, dass wir unsere Hunde gesund und ausgewogen ernähren und uns der Verantwortung bewusst sind.

Wenn die Barfanhänger und die vergane Fraktion dieser Verantwortung gerecht werden, dann ist schon sehr viel gewonnen. Schließlich ist die Frage der Ausgewogenheit in beiden Lagern eine Herausforderung.

Wir beschäftigen uns tagtäglich mit dem Thema Hundeernährung und finden für beide Sichtweisen gute Argumente.

Egal ob wir vegetarisches Futter, Selbstgekochtes, Industriefutter oder Barf verwenden: Das Wichtigste ist, dass wir uns gut informieren und dafür sorgen, dass unser Hund mit allem versorgt wird, was er benötigt.

Und wir sollten tolerant gegenüber denen sein, die ihren Hund anders ernähren als wir es tun – das muss nicht immer falsch sein, es ist einfach anders. Tatsache ist: Wir lieben unsere Hunde und jeder möchte das Beste für seinen Hund.

Foto: Wolters (Diner Steel Hundenapf)
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