bg
Wir verwenden Cookies für ein optimales Einkaufserlebnis. Mit der Nutzung unserer Website akzeptierst du den Einsatz von Cookies entsprechend unserer Datenschutzbestimmungen.
OK Ohne Cookies fortfahren
Kategorien

Erste Spaziergänge mit einem Welpen

Mit dem Einzug eines Hundes verändert sich unser Leben. Besonders wenn wir einen kleinen Welpen bekommen, beginnt eine aufregende und sehr spannende Zeit.
Sehr schnell stellen wir fest, dass uns der kleine Hund auf Schritt und Tritt begleitet. Das ist ein typisches Verhalten, denn der Welpe wird aus seiner gewohnten Umgebung in ein für ihn völlig neues Terrain gebracht, er versucht bei dem zu bleiben, was er zumindest schon ein bisschen kennt und das sind seine neuen Besitzer.
Die Verunsicherung des Welpen wird von Tag zu Tag ein wenig seiner natürlichen Neugierde weichen und seinen Erkundungstrieb darf man ihm auch ruhig genehmigen.

Gerade in den ersten Wochen ist es besonders wichtig, dass der Welpen sehr viel kennen lernt und man ihm möglichst viel zeigt.

Wie lange darf mein Welpe spazieren gehen? Die erste Zeit mit einem Welpen ist spannend und aufregend.
Es gibt eine durchaus bekannte Faustregel die besagt, dass man pro Wochenalter 1 Minute spazieren gehen kann. Das wären bei einem 10 Wochen alten Hund gerade einmal 10 Minuten. Diese Zeit erscheint uns meistens deutlich zu wenig, deshalb wurde von Expertenseite der Spaziergang auf das Doppelte ausgeweitet, in diesem Falle also 20 Minuten. Doch auch das scheint zu wenig. Und dieser Eindruck stimmt, zumindest aus Welpensicht. Doch, Welpen neigen dazu, bis zum sprichwörtlichen Umfallen zu rennen und wir müssen sie leider in ihrem Bewegungsdrang einschränken, auch wenn es uns sehr schwer fällt. Sehnen und Bänder, sowie die Knochen befinden sich im Aufbau und benötigen Zeit, um sich korrekt ausbilden zu können. Ständige Überanstrengungen können später zu einigen Beschwerden führen.
Im gesundheitlichen Interesse unseres Hundes zügeln wir ihn also ein wenig.

Das Rufkommando richtig einsetzen
Gleich zu Beginn ist für uns ein Punkt ganz wichtig: der Rückruf.
Und der darf nicht benutzt werden, wenn unser Welpe abgelenkt wird. Wir sollten den Hund nur dann zurück rufen, wenn wir sicher sein können, dass er nicht zu stark von anderen Dingen abgelenkt ist. Der Welpen wird sonst sehr schnell lernen, es ist egal was Frauchen oder Herrchen da ruft, es ist nicht für mich bestimmt.
Unser Hund ist ein liebenswerter Egoist, der nur das tut, was sich für ihn lohnen wird. Das bedeutet für uns jede Menge Geduld und oft auch ein wenig Bestechung. Deshalb gilt zu Beginn:
Möchten wir unseren Welpen auch bei großer Ablenkung anleinen, dann gehen wir wortlos zu ihm und leinen ihn einfach an.
Unser junger Hund hat die Kommandos noch nicht erlernt, deshalb ist es für uns wichtig ihn nicht zu maßregeln, wenn er nicht kommt. Bestrafen wir ihn dafür, werden wir erst recht Probleme mit dem Rückruf bekommen.

Jogger, Radfahrer und andere Mitmenschen Die erste Zeit mit einem Welpen ist spannend und aufregend.
Er ist goldig, er ist klein, er ist tapsig und jeder möchte ihn gerne streicheln. Und auch unser Welpe genießt die Aufmerksamkeit. Deshalb ist es von Vorteil, wenn er nicht an allem und jedem riechen darf. Und auch füttern, hochheben und kuscheln ist leider nicht erlaubt. Ist unser Hund einmal ausgewachsen, wiegt er vielleicht 50kg und springt an allem hoch, weil er das als Welpe auch durfte, haben wir ein Problem mit unseren Mitmenschen.
Neue Situationen besonders spielende Kinder, Radfahrer oder Jogger lösen bei einigen Welpen Ängste aus, deshalb ist es wichtig, dem Hund genug Zeit zu geben, Situationen in Ruhe anschauen zu können, notfalls sogar mit dem nötigen Abstand und in sicherer Entfernung.
Reagiert der Hund immer noch ängstlich, kann man mit ihm gemeinsam auf gewisse Objekte zugehen, notfalls sogar mit Leckerchen, damit der Hund lernt diese Situationen positiv zu verknüpfen.

Welpen und andere Hunde Die erste Zeit mit einem Welpen ist spannend und aufregend.
Gleich vorweg, es gibt ihn nicht, den sogenannten „Welpenschutz“ und wenn es ihn ein wenig geben sollte, dann höchstens im eigenen Rudel.
Eine der Benimmregeln lautet: Leine Deinen Hund an, wenn dir ein anderer Hund entgegen kommt. Dies gilt nicht nur für den ausgewachsenen Hund, sondern auch für unseren Welpen.
Erste „Hundekontakte“ müssen gut ausgesucht sein, denn auch später darf unser Hund nicht zu jedem anderen Hund. Außerdem ist nicht jeder ausgewachsene Hund auch gut auf Welpen zu sprechen. Selbst ein sehr gut sozialisierter Hund kann auf einen Welpen zu grob reagieren. Eine unbedachte Begegnung kann bei einem Welpen eine lebenslange Problematik auslösen.
Welpen sollten daher die Möglichkeit haben, Kontakt zu anderen Welpen zu bekommen um spielerich den Umgang mit anderen Artgenossen zu lernen.

Richtiges und falsche Verhalten im Umgang mit dem Welpen im Überblick

Richtiges Verhalten:
  • den Welpen so viel wie möglich frei laufen lassen, jedoch nicht in der Nähe von Verkehr
  • auch während des Freigangs immer mal wieder eine kurze Phase von Anleinen einlegen, bevor er wieder Volldampf geben darf
  • den Welpen ab und an zu sich rufen und ihn dafür belohnen, die Belohnung muß in die Futtertagesration eingeplant werden.
  • Häufige Richtungswechsel fördern die Aufmerksamkeit unseres Hundes, wir belohnen ihn jedes mal, wenn er uns folgt
  • Schrittgeschwindigkeiten häufig verändern
  • verstecken spielen, oder spontanes Weglaufen wird ihn dazu bringen uns zu folgen, natürlich wird er dafür besonders gelobt
  • an Orten spazieren gehen, die für ihn neu sind
  • uns selbst interessant machen, zum Beispiel gemeinsam durchs Gras robben, über Baumstämme springen, Slalom durch Bäume gehen oder kleine Übungen wie Sitz, Platz und Bleib einstreuen
  • Nötige Ausrüstung für Spaziergänge: Leckerchen, Leine und Halsband oder Geschirr und Kotbeutel

Falsches Verhalten:
  • den Welpen stets angeleint lassen
  • nur dann rufen, wenn man nach Hause möchte oder den Spaziergang beendet
  • selbst unachtsam sein, während der Welpe seine Umgebung alleine erkundet
  • stets die gleichen Wege gehen
  • ihn im Garten alleine lassen
  • ihn schimpfen, wenn er nach langem Rufen endlich zu uns kommt

Was aus einem Welpen wird und wie er mit seiner Umwelt später umgeht, daran sind wir maßgeblich beteiligt. Nutzen wir unsere Chance und genießen wir die Welpenzeit. Viel zu schnell ist unser Hund erwachsen und wir trauern den kleinen und großen Streichen unseres Vierbeiners nach.

 
Produktempfehlungen