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Warum jagen Hunde?

Bei nahezu jeder Hunderasse ist der Jagdtrieb vorhanden. Bei einigen Hunderassen ist er besonders ausgeprägt, bei anderen ist er eher zweitrangig. Umso erstaunter sind wir als Hundehalter eines Hundes, der eigentlich kaum Jagdtrieb hat, wenn er plötzlich vom Hetzfieber getrieben, über die Felder oder den Wald rennt und sich nicht mehr für uns interessiert. Doch warum haben Hunde einen Jagdtrieb und wo liegen die Unterschiede? Wir haben uns in diesem Artikel mit der Frage beschäftigt.

Woher kommt der Jagdtrieb überhaupt?
Da wir als Halter auf gesundes und gutes Futter achten, entfällt für unsere Hund das Jagen aus den sogenannten "Selbsterhaltungszwecken". Ihm könnte also der Hase auf dem Feld eigentlich egal sein denn für seine tägliche Futterration sorgt sein Halter. Doch fängt der Hund erst einmal an zu jagen, dann lässt er sich nicht bremsen und wir sind für ihn nur noch Nebensache. Hält man nun nicht gerade einen Vierbeiner, der extra für die Jagd gehalten oder vielleicht sogar ausgebildet wurde, gibt es nur noch einen Grund für sein Verhalten. Es macht ihm einfach Spaß. Während er hinter dem Wild her rennt, es sogar richtig hetzt, wird im Hundeorganismus Adrenalin ausgeschüttet. Dieser Botenstoff ist vor allem für Fluchttiere sehr wichtig. Durch Adrenalin steigt der Blutdruck, die Herzfrequenz wird erhöht, der Blutzuckerspiegel steigt und gleichzeitig werden die Bronchien erweitert. Dieser Vorgang ermöglicht es dem Körper, schnell an Energiereserven heranzukommen, um rasch fliehen oder auch kämpfen zu können. Doch neben dem Adrenalin werden noch weitere körpereigene „Drogen“ frei gesetzt, die sogenannten Glückshormone. Diese Hormone, darunter vor allem Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und einige Endorphine, versetzen unseren Hund in einen „beflügelten“ Zustand. Klar wird dieses, für unseren Hund so wundervolle Gefühl dann, wenn wir uns vor Augen halten, dass wir die selben Hormone ausschütten – und zwar wenn wir verliebt sind.
Zumindest verstehen wir jetzt, warum auch Hunde jagen, die eigentlich keine rassetypischen Jäger sind.

Rassetypische Jäger und ihr Jagdtrieb Rassehund Basset
Zunächst einmal ist der Jagdtrieb von Natur aus in den meisten Hunden tief verwurzelt. Der Unterschied liegt jedoch im Auslöser. Bei einigen Rassen wird er ausgelöst wenn sich etwas im Sichtfeld des Hundes schnell bewegt oder rennt. Man spricht bei diesen Hunderassen von den „Sichtjägern“. Andere Hunderassen, darunter zum Beispiel ein Beagle oder Schweißhund, interessiert diese Bewegung weniger, sie schalten in den Jagdmodus, wenn sie eine Fährte aufnehmen oder ein Wildtier riechen. Wer sich einen Beagle oder Basset einmal genau anschaut wird feststellen, dass der Hund Hängeohren und eine lange Nase besitzt. Das hat die Natur mit Absicht so eingerichtet denn dieser Hund ist aufgrund der Anatomie in der Lage, störende Nebengeräusche auszublenden und sich nur noch auf seine Nase zu konzentrieren. Was genau das Erfolgserlebnis Jagd für den Vierbeiner ausmacht variiert ebenfalls von Hund zu Hund. Manche sind schon zufrieden, wenn sie einen Vogel verjagt haben, andere brauchen das Gefühl der Beute im Maul und wiederum andere sind nur dann glücklich, wenn sie die Beute gefressen haben. Natürlich sind wir als Hundehalter hier in der Position, weder die Natur noch andere Tiere durch unseren Hund zu gefährden.

Jagdtrieb ist ansteckend jagende Hunde
Eben noch war es eine entspannte Hunderunde im größeren Kreis, doch plötzlich verfällt die ganze Hundegruppe dem Jagdfieber. Das liegt daran, dass Hunde nun einmal ein Rudeltier sind und Rudeltiere jagen im allgemeinen, wie der Name schon sagt, im Rudel. Unser eigener Hund spürt die Gefühlslage des Artgenossen, es reicht also, wenn nur ein Vierbeiner vom Jagdfieber ergriffen wird.
Einem Jagdhund (nicht umsonst trägt der Hund seinen Namen) das Jagen abzugewöhnen kann sehr schwer sein. Da wir jedoch in der heutigen Zeit diesem Trieb des Hundes nicht nachgeben können, müssen wir dem Hund Alternativen anbieten.
Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, ist das Reizangeltraining eine der Möglichkeiten. Doch auch das Futterbeutel-Training oder ein gezieltes Dummytraining prägen den Hund auf seinen Halter und nicht mehr auf das im Freien lebende Wild.

Fazit
Ein ganz wichtiger Punkt ist die Anschaffung des Hundes. Bereits vor der Adoption eines Fellträgers sollten wir uns mit der Rasse und den damit typischen Verhaltensweisen vertraut machen. Hunde haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Menschen. Beschäftigen wir uns bereits vor dem Zulegen des Vierbeiners damit, können wir seine Bedürfnisse und Verhaltensweisen besser akzeptieren und den Hund richtig auslasten, ihn ausreichend befriedigen und tragen damit maßgeblich zu einem glücklichen Zusammenleben bei.

 

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