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Wenn der Berg ruft - Wandern mit dem Hund Teil 1

Immer mehr Hundehalter entdecken das Wandern für sich, denn dieses Hobby kann man auch gut mit seinem Vierbeiner genießen. Damit die Tour zu einem hundegerechten Vergnügen wird, haben wir die wichtigsten Punkte zusammen gefasst.

Was brauche ich zum Wandern mit Hund?

Wer unbeschwert mit seinem Hund Wandern möchte braucht gute Ausrüstung für sich selbst und den vierbeinigen Begleiter. Neben festen Wanderschuhen, passenden Socken und luftdurchlässiger, wasserabweisender Outdoorbekleidung sowie einem Wanderrucksack für den Menschen braucht auch der Vierbeiner die richtige Grundausstattung.

Wir empfehlen Haltern sich vor einer Hochgebirgstour einen Expertenrat einzuholen, damit Mensch und Hund entsprechend vorbereitet sind. In der Regel sind Touristikanbieter mittlerweile sehr gut auf Gäste mit Hunden vorbereitet und können hilfreiche Tipps geben, damit die Hochgebirgstour mit Hund gelingt. Es werden sogar gezielt Touren für Mensch und Hund angeboten.

So wird die Wandertour zum gemeinsamen Vergnügen
Wie bereite ich meinen Hund aufs Wandern vor?

Wanderungen sind neben der tollen Freizeitbeschäftigung, die Hund und Halter gemeinsam betreiben können, auch eine Herausforderung an den Körper von Mensch und Tier. Bevor wir mit unserem Hund starten, müssen wir uns daher die Fragen stellen:
Ist er den Anforderungen der Tour gewachsen? Kommt unser Hund mit felsigem Gelände und steilen Abgründen überhaupt zurecht? Ist er ängstlich, leidet er vielleicht sogar unter Höhenangst? Wer eine Wanderung oder einen Wanderurlaub mit Hund plant sollte sich selbst und seinen Hund vorab durch gezieltes Aufbautraining vorbereiten.

Vorbereitung zu Hause

Grundsätzlich sollte man mit Welpen und Junghunden keine großen Touren, erst recht keine ausgedehnten Wanderungen unternehmen, Gelenke und Knochen befinden sich noch im Wachstum, sie sind noch weich und können durch Überbelastung dauerhaft Schaden nehmen. Auch ältere Hunde können oft nicht mehr so weite Strecken laufen - auch wenn sie das nur selten zeigen sollte man doch ehrlich abwägen, was man dem alten Hund noch zumuten kann. Das gilt natürlich auch für Hunde mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder bei Gelenkproblemen.

Um Überraschungen vorzubeugen kann man mit seinem Hund bereits zu Hause trainieren. Zum Beispiel fördert man Trittsicherheit durch Balance-Übungen. Hierzu eignen sich die Trainingsgeräte von FitPAWS besonders gut, aber auch eine Mauer, ein liegender Baumstamm oder ein Baumstumpf beim Spaziergang dienen sehr gut zur Vorbereitung auf den gemeinsamen Wanderurlaub.
Hunde die eigentlich nur auf ebenen Strecken unterwegs sind, müssen frühzeitig an Steigungen, Unebenheiten, enge Wegstellen und Geröll gewöhnt werden. Um anspruchsvolle Passagen im Hochgebirge zu bewältigen, eignet sich ein gezieltes Hindernistraining für den Hund besonders gut, um Konzentration, Koordination, Körpergefühl und Balance zu schulen.

Was muss der Hund können?
Ein weiterer Punkt ist der Grundgehorsam. Hunde die sich nicht sicher abrufen lassen, ständig in der Leine hängen, Wanderer belästigen oder das Weidevieh jagen sind eher eine Belastung als eine Bereicherung auf der Wanderung. Deshalb sollte man auch diese Punkte früh genug üben, vielleicht können zur Vorbereitung auf die Wanderung ein paar Stunden in der Hundeschule nützlich sein. Im übrigen gilt auch in den Bergen: Nicht immer darf der Hund frei laufen, wo viele Menschen, andere Hunde und Weidetiere sind sollte der Hund an der Leine bleiben.

Worauf ist besonders zu achten?
Wir müssen darauf achten, dass besonders bei längeren Touren in sonniger Wetterlage genügend schattige Abschnitte oder sogar kühle Bachläufe oder ein See für Abkühlung sorgen. Auch ausreichend Wasser für uns und den Vierbeiner sollten wir dabei haben. Wenn unser Hund lange auf Felsen laufen muss sind Hundeschuhe zu empfehlen.
Bei Mehrtagestouren sind die Unterkünfte bereits im Vorfeld gebucht und auf den Berghütten müssen Hunde natürlich erlaubt sein. Auch die Strecke zur Berghütte muss für unseren Vierbeiner zu bewältigen sein. Geröllhänge, sehr enge Klettersteige oder Hängebrücken werden sonst schnell zum Hindernis auf dem Weg zur nächsten Berghütte.

Weidevieh

So wird die Wandertour zum gemeinsamen Vergnügen


Früher oder später werden wir auf unseren Wanderungen auf Weidevieh treffen. In Bergregionen ist das Vieh meistens nicht eingezäunt und kann sich frei bewegen. Die Wiederkäuer, die stattliche Gewichte auf die Waage bringen können, sind in der Regel sehr gutmütig und friedlich, doch kann es immer wieder auch zu einem Zwischenfall kommen, insbesondere dann, wenn die Kühe sich angegriffen fühlen oder ihre Kälber verteidigen wollen. Es versteht sich von selbst, dass Kühe und Kälber weder von uns gestreichelt oder gefüttert werden sollen, noch darf unser Hund sie hetzen.
Kommt ein Rind doch einmal drohend auf uns zu sollten wir schnell den Rückzug antreten und vor allem darauf achten, dass unser Hund nicht laut bellend nach vorne stürmt - Kühe können Menschen und Hunde ernsthaft verletzen, die Tourismusinformationen der Bergregionen geben Verhaltenshinweise heraus, wie man sich gegenüber dem Weidevieh verhält, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Parasitenschutz
Damit unser Vierbeiner gesund bleibt, müssen wir ihn zuverlässig vor Parasiten schützen. Wer im Ausland wandern möchte, sollte seinen Tierarzt frühzeitig nach den vorgeschriebenen Impfungen befragen.
Zecken sind vor allem in Wäldern, Bächen, Büschen und Wiesen eine Gefahr für den Hund. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich deshalb, seinen Hund vor Floh und Zeckenbefall zu schützen. Spot-On-Präparate hält sowohl der Tierarzt, als auch der Fachhandel bereit. Doch nicht nur der Hund muss geschützt werden, sondern auch wir selbst. Borreliose ist besonders für den Menschen eine ernsthafte Erkrankung. Einige Firmen halten einen idealen Hautschutz für uns bereit. Täglich angewendet sind wir vor lästigen Mücken und Zecken weitestgehend geschützt.

In Teil 2 geht es um diedas richtige Packen, Wetterschutz, Verpflegung und Futter sowie die Notfallversorgung bei kleinen Unfällen.

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