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Wenn der Berg ruft - Wandern mit dem Hund Teil 1

Eine der schönsten Jahreszeiten zum Wandern ist der Herbst. Die Tage werden nach den heißen Sommermonaten etwas kühler und die Natur zeigt sich in ihrer ganzen Farbenvielfalt. Kein Wunder, dass wir uns gerne draußen aufhalten und die Zeit genießen. Immer mehr Hundehalter entdecken das Wandern für sich, denn dieses Hobby kann man auch gut mit seinem Vierbeiner genießen. Damit die Tour zu einem hundegerechten Vergnügen wird, haben wir die wichtigsten Punkte zusammen gefasst.

Beginnen wir mit der Ausrüstung
Wer richtig Wandern möchte braucht gute Ausrüstung. Das gilt nicht nur für den Menschen, sondern auch für seinen Hund. Neben festen Wanderschuhen, passenden Socken und luftdurchlässiger, wasserabweisender Outdoorbekleidung sowie einem Wanderrucksack, braucht auch der Vierbeiner eine richtige
Grundausstattung:

Möchte man mit seinem Vierbeiner ins Hochgebirge, bedarf es einer
Spezialausrüstung:

Wir empfehlen Haltern, sich vor einer Hochgebirgstour einen Expertenrat einzuholen, damit Mensch und Hund entsprechend vorbereitet sind.

Vorbereitung zu Hause
Bevor wir mit unserem Hund starten, müssen wir uns die Frage stellen:
Ist er den Anforderungen der Tour gewachsen? Kommt unser Hund mit felsigem Gelände und steilen Abgründen überhaupt zurecht? Ist er ängstlich, leidet er vielleicht sogar unter Höhenangst?

Um Überraschungen vorzubeugen, kann man mit seinem Hund bereits zu Hause trainieren. Zum Beispiel fördert man Trittsicherheit durch Balance-Übungen. Hierzu eignet sich eine Mauer, ein liegender Baumstamm, ein Baumstumpf oder ein Pool gefüllt mit Gummibällen.
Hunde die eigentlich nur auf ebenen Strecken unterwegs sind, müssen frühzeitig an Steigungen, Unebenheiten, enge Wegstellen und Geröll gewöhnt werden. Um anspruchsvolle Passagen im Hochgebirge zu bewältigen, eignet sich ein gezieltes Hindernistraining für den Hund besonders gut, um Konzentration, Koordination, Körpergefühl und Balance zu schulen.

Körperliche Herausforderung So wird die Wandertour zum gemeinsamen Vergnügen
Wanderungen sind neben der tollen Freizeitbeschäftigung, die Hund und Halter gemeinsam betreiben können, auch eine Herausforderung an den Körper von Mensch und Tier. Wenn wir uns selbst für fit genug halten, so müssen wir doch ein paar Dinge bei unserem Hund beachten. Ist er körperlich in der Lage ausgedehnte Wanderungen zu bewältigen? Welpen, Junghunde im Wachstum und Senioren sollten lieber keine stunden- oder tagelange Wanderungen absolvieren müssen. Das gilt natürlich auch für Hunde mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder bei Gelenkproblemen.
Einige Hunde eignen sich aufgrund ihrer rassebedingten Körpermerkmale ebenfalls weniger. Das betrifft vor allem die kurznasigen Vierbeiner oder massive Hunde mit einem starken Körperbau, die dazu neigen schwer Luft zu bekommen.

Ein weiterer Punkt ist der Grundgehorsam. Hunde die sich nicht sicher abrufen lassen, ständig in der Leine hängen, Wanderer belästigen oder das Weidevieh jagen, sind eher eine Belastung als eine Bereicherung auf der Wanderung.
Wir müssen darauf achten, dass besonders bei längeren Touren in sonniger Wetterlage, schattige Abschnitte oder sogar kühle Bachläufe oder ein See für Abkühlung sorgen sollten.
Bei Mehrtagestouren sind die Unterkünfte bereits im Vorfeld gebucht und auf den Berghütten müssen Hunde natürlich erlaubt sein. Auch die Strecke zur Berghütte muss für unseren Vierbeiner zu bewältigen sein. Geröllhänge, sehr enge Klettersteige oder Hängebrücken werden sonst schnell zum Hindernis auf dem Weg zur nächsten Berghütte.

Weidevieh So wird die Wandertour zum gemeinsamen Vergnügen
Früher oder später werden wir auf unseren Wanderungen auf Weidevieh treffen. In Bergregionen ist das Vieh meistens frei lebend. Nun sind die Wiederkäuer, die stattliche Gewichte auf die Waage bringen können, in der Regel sehr gutmütig und friedlich, doch kann es immer wieder auch zu einem Zwischenfall kommen, insbesondere dann, wenn die Kühe sich angegriffen fühlen oder ihre Kälber verteidigen wollen. Es versteht sich von selbst, dass Kühe und Kälber weder von uns gefüttert werden sollen, noch darf unser Hund sie hetzen.

Parasitenschutz
Damit unser Vierbeiner gesund bleibt, müssen wir ihn zuverlässig vor Parasiten schützen. Wer im Ausland wandern möchte, sollte seinen Tierarzt frühzeitig nach den vorgeschriebenen Impfungen befragen.
Zecken sind vor allem in Wäldern, Bächen, Büschen und Wiesen eine Gefahr für den Hund. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich deshalb, seinen Hund vor Floh und Zeckenbefall zu schützen. Spot-On-Präparate hält sowohl der Tierarzt, als auch der Fachhandel bereit. Doch nicht nur der Hund muss geschützt werden, sondern auch wir selbst. Borreliose ist besonders für den Menschen eine ernsthafte Erkrankung. Einige Firmen halten einen idealen Hautschutz für uns bereit. Täglich angewendet sind wir vor lästigen Mücken und Zecken weitestgehend geschützt.

Nachdem wir uns jetzt mit den nötigen Vorbereitungen beschäftigt haben, geht es im nächsten Teil um die Themen:
Richtiges Packen, Wetterschutz, Verpflegung und Futter, sowie die Notfallversorgung bei kleinen Unfällen.

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