bg
Wir verwenden Cookies für ein optimales Einkaufserlebnis. Mit der Nutzung unserer Website akzeptierst du den Einsatz von Cookies entsprechend unserer Datenschutzbestimmungen.
OK Ohne Cookies fortfahren
Kategorien

Discdogging, ein Hundesport aus Amerika

Wir Hundehalter möchten unseren Hund gerne richtig auslasten. Deshalb stehen Hundebesitzer mit aktiven Vierbeinern immer wieder vor der Herausforderung, ihren Vierbeiner körperlich wie geistig zu beschäftigen. Discdogging, auch bekannt unter Dog Frisbee, ist eine Hundesportart aus Amerika, die dieser Herausforderung gerecht wird. Alex Stein gilt als der „Urvater“ des Sports, gemeinsam mit seinem Whippet Rüden Ashley. In der Pause eines Baseball-Meisterschaftsspiels liefen die beiden am 05. August 1974 ungenehmigt auf das Spielfeld und zeigten eine aufsehenerregende Vorstellung mit der Frisbee-Scheibe.
Dog Frisbee entstand jedoch bereits in den 70iger Jahren in Amerika und war zunächst eine einfache Variante des heute bekannten Frisbee-Spiel. Der Mensch wirft eine Frisbeescheibe und der Hund bringt sie zurück. Durch unterschiedliche Variationen und das Kombinieren verschiedener Tricks wurde der Sport immer individueller und wird sogar auf Turnierebene betrieben.

Bei Wettbewerben unterscheidet man heute drei Disziplinen:
Freestyle:
Ähnlich wie beim Dogdancing entsteht innerhalb von zwei Minuten eine Kür mit Musik. Dabei dürfen bis zu sieben Wurfscheiben gespielt werden. Nach Ablauf der Zeit wird die Kür bewerten, hierbei gibt es Punkte für die Choreographie, die Schwierigkeit der Kür, die gefangenen Würfe, die einzelnen Wurftechniken und das Zusammenspiel von Mensch und Hund.
Mini Distance:
Beim Mini-Distance befinden sich das Team, bestehend aus dem Werfer und seinem Hund, in einem markierten Spielfeld. Innerhalb von 60 Sekunden müssen möglichst viele Punkte erzielt werden. Punkte gibt es für jeden, vom Hund bereits in der Luft gefangenen Wurf. Die Anzahl der erreichten Punkte ist außerdem abhängig von den unterschiedlichen Wertungszonen im Spielfeld. Der Hund muss sehr schnell und zuverlässig die Frisbee fangen und zurück bringen. Da nur mit einer Scheibe gespielt wird, entscheidet die Zusammenarbeit im Hund-Mensch-Team darüber, wie häufig geworfen werden kann und wie hoch die Bewertung ausfällt.
Long Distance Hund rennt über das Feld um Frisbee zu fangen
Beim Long Distance zählt die weiteste Wurfdistanz.
Unabhängig von Markierungen oder einer Spielfeldbegrenzung zählt hier der Wurf, der am weitesten war und der vom Hund in der Luft gefangen wurde. Gestattet sind jedoch nur drei Würfe des Werfers.


Ein paar wichtige Voraussetzungen für Discdogging
Damit der rasante Spielspaß ein Vergnügen für Hund und Halter wird, gilt es ein paar Dinge zu beachten.
1. Hunde die sich noch in der Wachstumsphase befinden oder aber Hunderassen mit der Neigung zu Hüftgelenkproblemen, dürfen diesen Sport nicht betreiben, hier verzichtet man generell auf hohe Sprünge.
2. Der Trainingsplatz will gut gewählt sein. Der Boden muss weich und vor allem eben sein. Bevorzugter Untergrund ist hier Sand oder eine gerade Wiese ohne Stolperfallen wie kleine Löcher. Der Platz muss ausreichend groß sein und es dürfen keine Hindernisse vorhanden sein.
3. Die Weite und Höhe des Wurfes müssen an die Kondition und den Trainingszustand des eigenen Hundes angepasst sein.
4. Vor dem Training müssen sich der Mensch und sein Hund richtig aufwärmen und die Muskulatur lockern, um Verletzungen vorzubeugen.
5. Die Fütterung des Hundes sollte einige Stunden zurück liegen, damit vermeidet man eine gefährliche Magendrehung. (Die Magendrehung ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der Magen um die eigenen Achse dreht und die eine sofortige chirurgische Versorgung benötigt. Vor allem große Hunderassen sind betroffen, doch auch bei kleinen Hunderassen muss man vorsichtig sein.)


Die richtige Ausrüstung ist ein wichtiger Punkt Hund mit Schuhen
Discdogging darf im Turniersport nur mit richtiger Ausrüstung betrieben werden.
Grundsätzlich dürfen nur spezielle Frisbee-Scheiben zum Spielen benutzt werden. Während normale Frisbee-Scheiben häufig scharfe Kanten aufweisen, sind die speziell hergestellten Wurfscheiben weich, bruchsicher und häufig auch faltbar. Dadurch besteht keine Gefahr für das Maul und die Zähne des Hundes.
Besonderes Augenmerk gilt den sensiblen Hundepfoten. Im Winter oder an nassen Trainingstagen wird häufig in der Halle gespielt. Durch den sehr rasanten und temporeichen Sport müssen die Pfotenballen gut geschützt werden. Bei Turniere werden von einigen Hunden sogar spezielle Hundeschuhe oder sogar Gelenkschoner getragen.


Discdogging der Freizeitspass für das aktive Hund-Mensch-Team Halter mit Hund beim Frisbeespiel
Nicht nur die sportliche Aktivität, sondern auch die Bindung zwischen Hund und Halter wird gestärkt, denn beide müssen lernen, wechselseitig auf die Körpersprache des anderen zu achten. Besonders für „Balljunkies“ ist das Fangen und Apportieren eine gute Alternative. Wichtiger als die Schnelligkeit ist die Präzision, mit der Mensch und Hund arbeiten. Discdogging ist ein Freizeitsport, der sowohl im Verein, als auch einfach aus Freude am Spielen betrieben werden kann.

Produktempfehlungen