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Treibball – Ein ein kniffeliger Spielspaß mit Bällen

Treibball ist eine Ergänzung zu anderen Hundesportarten und in Deutschland noch nicht sehr bekannt. Schade, denn diese sinnvolle Beschäftigung ist für jede Hunderasse geeignet und besonders die Hütehunde finden hier ihre Bestimmung, denn bei diesem Spiel kommt es sehr auf die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch an. Die einzelnen Aktivitäten können im Tempo oder der gedanklichen Aufgabe variieren und auf den einzelnen Hund abgestimmt werden, deshalb können auch Tiere mit Behinderung oder Hundesenioren dieser Sportart nachgehen.

Was genau ist Treiball? Teamsport Treibball - Spass und Bindung über gemeinsame Aktivität
Das Ziel beim Treibball ist es, Bälle, die auf einem Spielfeld oder einer Wiese in einer beliebigen Anordnung ausgelegt sind, im Hund-Mensch Team in ein Tor zu bringen, bzw. zu treiben.
Dieses zielgerichtete Treiben erreicht der Mensch, in dem er zuvor trainierte Signale einsetzt und der Hund diese Anweisungen am Ball ausführt. Das bedeutet, der Mensch steht in der Distanz zu seinem Hund und muss exakte Befehle geben, damit der Hund weiß, was von ihm verlangt wird. Unser Hund muss lernen, Anweisungen zu befolgen und sich nur auf seinen Halter konzentrieren.
Halter von Hütehunden kennen diese Aufgaben. Im Grunde ist der Ball ein Ersatz für Schafe oder Enten und das Tor der Ersatz für ein Gatter oder ein Stall.
Treibball ist eine Kombination von vielen kleinen Übungen. Wichtigster Punkt ist der angstfreie Hund, der die großen Bälle nicht zerbeißt, sondern sie gefühlvoll durch die Gegend lenkt.

Teamsport Treibball - Spass und Bindung über gemeinsame AktivitätWelche Hilfsmittel werden benötigt?
Eins der wichtigsten Hilfsmittel ist die Leine, oder auch ein Target, welches einen festen Ausgangspunkt auf dem Spielfeld bildet. Natürlich braucht man ein Spielfeld, idealerweise eine große, gemähte Wiese. Das Spielfeld sollte durch einen Zaun begrenzt sein, so kann sich der Hund gerade zu Beginn besser orientieren. Desweiteren braucht man ein Tor, welches z.B mit Hilfe von Weidezaunstäben oder Agilitysstangen abgesteckt wird.
Und ganz wichtig sind die Belohnungen. Das können entweder Bestätigungsgegenstände sein, wie z.B das geliebte Spielzeug, oder idealerweise ein Futterbeutel oder ein Dummy welches später als Beuteersatz dient.

Die ersten TreibballversucheTeamsport Treibball - Spass und Bindung über gemeinsame Aktivität
Zunächst einmal muß unser Hund die großen Bälle kennen lernen. Hierfür verwenden wir ein Brustgeschirr und eine Schleppleine mit der wir gemeinsam neben unserem Hund zu- und schließlich zwischen den Bällen hindurch gehen. Unser Hund soll die Bälle mit dem nötigen Respekt behandeln, ähnlich wie ein Hütehund mit seinen Schafen umzugehen hat. Das bedeutet, er darf sie nicht anstupsen oder berühren. Wir müssen diese Aktion notfalls mit einem Abbruchsignal verhindern. Durch dieser Übung lernt der Hund auf uns und unseren Wunsch zu achten und die Bälle ruhig liegen zu lassen.
Im nächsten Schritt wird der Hund ruhig abgelegt und wir Halter arbeiten alleine weiter. Nach und nach rollen wir die Bälle langsam, indem sie unten am Boden mit dem Handrücken bewegt werden. Dies ist deshalb notwendig, weil der Hund uns beobachtet. Würden wir die Bälle mit der Hand oben rollen, könnte unser schlauer Vierbeiner später selbst die Pfote von oben nehmen und den Ball zum Treiben verwenden. Deshalb müssen wir auf der gleichen Ebene mit unserem Hund arbeiten wie er es später auch tun soll. Für unseren Hund bedeutet diese Übung bereits eine extreme Selbstbeherrschung, solange er liegen bleiben muss, während wir selbst die Bälle schieben und rollen. Schließlich benutzen wir den Fuß um die Bälle leicht zu kicken. Zu keiner Zeit werden wir den Ball in Richtung unseres abliegenden Hunde kicken, denn damit könnten wir ihn ängstigen und ihn zu einem Angriff verleiten. Das Kicken des Balles ist eine Impulskontrolle, eine wichtige Vorraussetzung für das Treibballspiel und muß deshalb auf jeden Fall belohnt werden, sofern unser Hund artig liegen bleibt.

Die ersten Ballkontakte
Damit die Bälle gut vom Hund angestupst werden können ist es wichtig, sie prall und fest aufzupumpen. Auch ist der Rollwiderstand im prallen Zustand geringer und unser Hund kann nicht so leicht in den Ball beißen. Durch die Größe der Bälle könnten sie auf unseren Hund bedrohlich wirken, deshalb ist ein langsames Kennenlernen zwingend nötig.
Mit unserem Hund an der Schleppleine gehen wir zu den einzelnen Bällen und zeigen ihm, wo und wie er ihn am Boden anstupsen darf. Jedoch darf der Hund nicht ohne Anweisung den Ball berühren, dieses Verhalten wird von uns sofort mit einem Abbruchsignal unterbrochen.

Teamsport Treibball - Spass und Bindung über gemeinsame AktivitätNatürlich ist aller Anfang sehr schwer. Deshalb kann man den Ball zum Beispiel ein wenig positionieren. Ein alter Autoreifen kann hier gute Dienste leisten. Unter dem auf dem Autoreifen aufgesetzten Ball kann man ein Dummy als Lockmittel verstecken, das motiviert unseren Hund den Ball selbst zu bewegen um an sein Dummy zu kommen.

Zu Beginn wird der Hund nicht in der Lage sein, den Ball gezielt zu bewegen. Um ihm aber ein Erfolgserlebnis zu bieten, kann man eine Gasse bauen, rechts und links begrenzt, so das der Ball nach dem Anstupsen die Richtung behält. Viele kleine Anstupser bringen unseren Hund schließlich zum Zielpunkt, an dem wir ihn ausgiebig belohnen und Loben.

Der Weg zu einem gezielten Treiben ist für Mensch und Hund eine kleine Gratwanderung. Der Hund muß die Möglichkeit haben, für sich selbst eine Technik zu entwickeln, mit der er den Ball kontrolliert lenken kann. Der Mensch muß lernen, den Hund mittels Befehlen so zu lenken das ein, z.B in eine Ecke gelenkter Ball, auch wieder auf die richtige Position zurück gestupst werden kann. Frust darf weder beim Mensch noch beim Hund entstehen und gerade in den ersten Stadien des Trainings wird unsere Geduld und unser Einfühlungsvermögen auf eine harte Probe gestellt. In allen Lernphasen sollten wir mit Ruhe und Gelassenheit reagieren. Treibball soll für uns und unseren Hund stressfrei erlernt werden und mit Freude und Spass ausgeübt werden.

Nachdem die ersten Versuche gelungen sind, arbeitet man nachfolgend mit Übungen zum Richtungsweisen. Zunächst werden kurzen Sequenzen trainiert und später kann man immer längere Strecken ausarbeiten. Zum Schluss erfolgt das gezielte Leiten des Hundes bis zum Tor, wobei wir ihn hier auch zusätzlich noch ein wenig von Links nach Rechts schicken können, bevor er schließlich zum Zielpunkt gelangt.

Treibball ist ein toller Sport, der jedoch nicht sofort erlernt ist. Ein erfahrener Treibballtrainer kann gerade einem Anfängerteam wichtige Tipps und Tricks verraten. Außerdem macht ein Training mit mehreren viel Spass, fördert die Bindung zwischen Mensch und Hund und ist eine tolle, gemeinsam verbrachte Aktivität im Freien.
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